Das Kraftwerk Berlin · Eine außergewöhnliche Location

Der öffentliche Raum in Berlin verändert sich konstant und da erscheint es fast schon beruhigend Gebäude wiederzuerkennen, die eng mit der Geschichte der Stadt verknüpft sind. Während Gebäude abgerissen oder neu gebaut werden thront mitten im Herzen von Berlin auf der Köpenicker Straße das ehemalige Heizkraftwerk Mitte. Ursprünglich spendete es der Stadt Wärme, gehörte dann zwischenzeitlich der Technoszene und ist heute bei Musikfans und Kunstliebhabern ein mehr als beliebter Ort. Das Kraftwerk hat über die Jahre verschiedene Zwecke in Berlin Mitte erfüllt. Erbaut wurde es 1961-64, zur gleichen Zeit als auch die Berliner Mauer entstand, später stillgelegt, wurde es erst vor knapp 10 Jahren wiederentdeckt. So spiegelt es die Industriegeschichte Berlins wider. Als wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung zur Kultlocation ist 2006 der Umzug des legendären Technoclub Tresor in das Kraftwerk zu nennen. Dimitri Hegemann hatte damals die Vision mit seinem Club das Areal neu zu beleben und konnte für Jahre Tausende Besucher von seinem Konzept begeistern. Der Club bezog später neue Räume und 2010 begannen neue Baumaßnahmen am Gebäude. In den vergangenen Jahren wurde das ehemalige Heizkraftwerk aufwändig um- und ausgebaut und entwickelte sich zu einem gefragten Ort für Ausstellungen und Veranstaltungen.

Schon gewusst: Das Kraftwerk stand für viele Jahr leer und entwickelte sich erst 2006 durch den Umzug des legendären Clubs Tresor zur Kultlocation

Im Herzen von Berlin · Das Kraftwerk Mitte

Dem Kraftwerk ist es gelungen ein Stück kulturelles Erbe der Stadt zu erhalten und sie lebendig in die Zukunft zu überführen. Während die Vergangenheit des Ortes unweigerlich mit der bewegten Geschichte Deutschlands verbunden ist, präsentiert sich der Ort nun als Kulturlocation, wie auch die Stadt selbst längst zur internationalen Kulturmetropole herangewachsen ist. Berlin ist für seinen Mut international bekannt und geschätzt. In einer Zeit in der immer alles glatt saniert wird und bauliche Zeugen glatt poliert werden ist es eine richtige Rarität, dass das Kraftwerk seinen industriellen Charme, trotz aufwändiger Sanierung, behalten durfte. Die charakteristischen Durchbrüche zwischen Räumen, verschiedene Ebenen und die beeindruckende Größe der Flächen – die ehemalige Turbinenhalle ist 100 Meter lang! – bieten optimale Voraussetzung für die Berliner Liste 2016. Die Besucher und Aussteller werden schnell die unverwechselbare Energie in den Räumen spüren und den Berliner kreativen Geist lieben. Kunst benötigt ihren Raum, um sich entfalten zu dürfen. Es ist diese unverwechselbare Kombination aus alter Bausubstanz des Kraftwerks und zeitgenössischer Kunst der Berliner Liste, die den Besuch zu einem Erlebnis von Jung und Alt macht.

Schon gewusst: Das Kraftwerk verweigert sich dem Hochglanz und Design und beweist einen unverkennbaren Industriecharme, die völlig neue Perspektiven ermöglichen

Ein Ort für viele Partner

2016 darf das Kraftwerk Berlin bereits zum 13. Mal die Berliner Liste und all ihre Projektpartner, Besucher, Künstler und Neugierige begrüßen. Die Organisatoren haben ein ausgetüfteltes System entwickelt um die Räume bestmöglich zu unterteilen, um fantastische Präsentationsflächen für die Kunst zu ermöglichen. Die einzelnen Messeschwerpunkte wie Fotografie, Urban Art oder zeitgenössische Kunst haben so ihre geschützten Bereiche, die Besucher zum Bestaunen, Gespräch und Austausch anregen sollen. Das Kraftwerk ist ein Ort, der wie kaum ein anderer, die pulsierende Lebensenergie von Berlin in sich birgt. Er schafft es einen aus dem Alltag direkt in eine eigene Welt zu führen. Das Gebäude strahlt dabei eine gemächliche Ruhe aus, die Besucher ankommen lässt und einen aus dem Trubel der Großstadt entführt. Die zum Teil 20 Meter hohen Decken lassen alles andere plötzlich in eine andere Dimension rücken und Besucher wird eine neue Perspektive auf Dinge ermöglicht. Trotz der Industriearchitektur schwingt bei dem Gebäude etwas Erhabenes mit, als ob das Gebäude über die Jahre eine Seele bekommen hat und den dazugehörenden eigenen Willen.

Schon gewusst: Ein eigens entwickeltes System der Berliner Liste unterteilt die großen Räume in die Messeschwerpunkte Fotografie, Urban Art und zeitgenössische Kunst

Berlin ist weltoffen

Dass Berlin eine kreativ pulsierende Metropole ist, sollte inzwischen jedem bekannt sein. So reiht sich das Kraftwerk in diese Tradition ein und möchte internationalen wie auch lokalen Besuchern ein inspirierender Ort zum Entdecken sein. Der Ort hat das Potenzial in Zeiten der Krise und knappen Kassen ein Schutzraum für Kunst und Kultur zu werden. Wir benötigen heute mehr denn je solche Räume für Experimente, die schon immer die kreative Keimzelle ganzer Städte gebildet haben. Der schnelle Wandel durch die Globalisierung zeigt, auch in Zeiten in denen jeder mit jedem vernetzt ist, real existierende Orte, an denen Menschen physisch zusammen kommen um sich auszutauschen, wichtiger denn je sind. Kunst möchte vor dem Objekt diskutiert werden, Entdeckungen brauchen ihre Zeit und zum Verweilen braucht man einen Ort, der verschiedene Zwecke erfüllen kann. Das Kraftwerk ist ein Ort der Spaß macht und einen immer wieder überrascht. Es benötigt ungewöhnliche Orte in Deutschland und auf der Welt um verschiedene Besucher zu anzulocken. In der einmaligen Verbindung aus geschichtsträchtiger Kulisse mit modernen großen Dimensionen ist das Kraftwerk eine Kombination, die wie geschaffen ist für Kunst.